Budgetplanung für den Aufbau einer Internetpräsenz

Dies ist ein Gastartikel von Anna Bella. Weitere Informationen zu Gastartikeln auf websitestartup.de findet ihr hier.

Das Medium Internet ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Die meisten Firmen, ob klein oder groß, besitzen eine eigene Internetpräsenz, aber auch viele Privatpersonen sind mittlerweile stolzer Besitzer einer Webseite oder eines Blogs. Besonders für Unternehmen ist eine gute und umfangreiche Internetseite wichtig, so können unkompliziert neue Produkte vorgestellt werden, Kunden geworben werden und Informationen über die Firma zur Verfügung gestellt werden.

Doch wie viel darf eine eigene Webseite kosten? Welche Anforderungen muss sie erfüllen? Und welches Budget sollte man einplanen? So pauschal kann das leider nicht gesagt werden, da die Kosten meist stark variieren. Im Folgenden sind die wichtigsten Kosten aufgeführt, die für eine anspruchsvolle Internetpräsenz in das Budget mit eingeplant werden sollten.

Domain und Webadresse anmelden und registrieren

Bei der Planung steht an erster Stelle die Domainwahl. Wer nur eine Fanseite oder einen privaten Blog erstellen möchte, für den reicht eine sogenannte Subdomain aus. Wer jedoch einen professionellen Auftritt plant, zum Beispiel für eine Unternehmenswebseite, der sollte auf die erwähnten Subdomains verzichten und sollte sich eine Top-Level-Domain sichern. Die Domain kann bei einem Hostinganbieter angemeldet, sprich registriert werden.

Die Preise für eine Top-Level Domain sind sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite besteht die Möglichkeit eine neue Domain zu registrieren, die bislang noch nicht vergeben ist und auf der anderen Seite kann auch eine bereits bestehende Domain gekauft werden. Die zweite Variante kann jedoch schnell eine sehr kostspielige Angelegenheit werden. Hierbei variieren die Preise zwischen mehrere hundert Euro und mehreren Millionen Euro.

Das hängt von der Beliebtheit der Adresse ab. Für Neulinge in diesem Bereich eignet sich jedoch ein sogenanntes Webhostingpaket. Dieses Paket beinhaltet in der Regel eine Domain und eine Datenbank. Die Kosten für ein Webhostingpaket belaufen sich um die 5 Euro bis zu mehreren Hundert Euro, das hängt ganz vom Umfang des Pakets ab. Wer eine Firmenseite ins Leben rufen möchte, der sollte schon eine etwas anspruchsvollere Variante
wählen.

Kosten
Domain/Webadresse: jährliche Kosten zwischen 5-8 Euro (Domain für private Zwecke) und mehreren Hundert Euro (professioneller Webauftritt).

Hostinganbieter auswählen

In diesem Bereich lassen sich die unterschiedlichen Preise der vielen Anbieter recht einfach vergleichen. Denn mittlerweile gibt es in diesem Bereich viele kostenlose Vergleichsrechner. Doch bei der Suche nach einem Hostinganbieter sollte auch beachtet werden, dass nicht nur der Preis entscheidend ist, sondern auch die unterschiedlichen Konditionen, denn diese können von Anbieter zu Anbieter stark variieren.

Anbieter, die eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten anbieten sind nicht empfehlenswert, besser ist es sein Augenmerk auf Anbieter mit einer Laufzeit von 1-3 Monaten zu legen. Im Vordergrund sollte außerdem die Performance des Servers stehen.

Denn eine schlechte Serverkapazität führt zu langen Ladezeiten und das verscheucht die Besucher der Seite eher. Optimaler Support und Service sind auch ein wichtiges Kriterium. Hostingpakete gibt es schon für wenige Euro im Monat. Empfehlenswerter ist es jedoch wie bereits erwähnt ein Kombipaket in Form eines Webhostingpakets zu nutzen.

Kosten
Hostingpaket: monatliche Kosten zwischen 5 Euro (nicht empfehlenswert) und mehreren hundert Euro je nach Umfang.

Webdesign selber gestalten oder profesioneller Webdesigner?

Ein besonders wichtiger Punkt bei der Budgetplanung ist die Frage nach dem Webdesign. Dabei ist entscheidend, ob man selber genug Erfahrungen hat, um die Internetpräsenz zu gestalten, oder ob ein professioneller Webdesigner benötigt wird. Letztere Variante ist natürlich die kostspieligere. Wer einen Webdesigner für die Erstellung der Seite in Anspruch nehmen möchte, der sollte jedoch auch hier ein paar wichtige Punkte beachten.

Denn mittlerweile gibt es viele, die sich zwar als Webdesigner ausgeben aber noch lange keine professionelle Arbeit abliefern. Die Referenzen des Webdesigners sollten vorher gründlich studiert werden. Außerdem sollte dieser einen Support anbieten, der für mindestens 12 Monate bei Fragen zur Verfügung steht. Wie teuer es dann schließlich wird kommt auf den Umfang der Seite an. Die Kosten können so bei mehreren hundert Euro aber auch mehrere tausend Euro liegen. Auch hier ist ein Vergleich von unterschiedlichen Webdesignern empfehlenswert.

Kosten
Professionelles Webdesign: je nach Umfang und Anbieter mehrere hundert Euro – mehrere tausend Euro.

Beispiel: zwischen 650 – 1300 Euro ( Startseite + 5 Unter-Seiten, 1 Kontakformular + Lageplan + Referenzen/Bildergalerie ).
(gegebenenfalls noch Folgekosten durch Webseiten-Pflege)

Nicht zu vergessen: Regelmäßige Pflege der Internetpräsenz
Wenn das Grundgerüst in Form von Webhosting, Domain und Webdesign steht ist noch lange nicht alles erledigt. Denn wer eine gute Webseite betreiben möchte, der sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass diese ständig gepflegt werden muss. Dazu gehört beispielsweise: eine regelmäßige Datenaktualisierung, die Suchmaschinenanmeldung und -optimierung und eventuelle Layout-Verbesserungen.

Deswegen sollte ein guter Webdesigner zusätzlich zur Erstellung der Seite auch einen guten Service anbieten, der gewährleistet, dass die Seite auch nach Fertigstellung, weiterhin gepflegt wird. Ansonsten kann das schnell zu teuren Personalkosten führen.

Pflege der Seite im Detail

Zur Pflege einer Internetseite gehören: das Überarbeiten von Texten, die Erstellung von Texten, Termine oder Informationen der Seite aktualisieren, die interne Verlinkung regelmäßig zu optimieren, die Benutzeroberfläche ständig verbessern und last but not least die Promotion der Webseite.

Wer seine Webseite beispielsweise durch Bannerwerbung, oder andere Werbeformen bekannt machen möchte, der muss damit rechnen, dass auch hierbei weitere Kosten entstehen die sogenannten Werbekosten, diese variieren ebenfalls je nach Umfang und Anbieter stark.

Fazit:

Wer eine neue Internetpräsenz ins Leben rufen möchte, egal ob für berufliche oder private Zwecke, der sollte sich frühzeitig Gedanken darüber machen, welches Budget er zur Verfügung hat und in welche Bereiche er es verstärkt einsetzen möchte. Auch das Konzept der Webseite sollte zu den ersten Schritten gehören.

Hilfreich kann hierbei eine Auflistung der einmaligen und monatlichen Kosten sein, die für das gewählte Konzept anfallen. Die Kosten sollten immer genau im Blick gehalten werden, damit die neue Internetpräsenz dann nicht doch noch am Budget scheitert.

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About a.bella

Frau Bella hat fünf Semester Betriebswirtschaft studiert. Sie schreibt regelmäßig Beiträge auf verschiedenen Blogs, zu Themen wie Mitarbeiterführung, Conversion Optimization und IT Management. Sie ist tätig bei der Firma Tajo in der Schweiz.

Kommentare

  1. Naja, das kriegt man auch alles günstiger. Eine große Firma muss sicherlich soviel bezahlen. Wenn aber ein Freiberufler, sagen wir z.B. ein Anwalt, eine Website will, braucht er kein funky Webdesign für 2000 €. Auch reicht ihm ein 1 €-pro-Monat Hoster vollkommen. Kurz gesagt: Für ihn sind die oben gelisteten Werte total übertrieben!

    • Hallo Björn,

      da stimme ich dir zu. Es kommt immer drauf an was man mit der Website vorhat. Wenn der Umsatz der Firma durch das Internet generiert wird, sind die Kosten sicher noch höher als oben beschrieben. In deinem Beispiel liegen sie deutlich drunter.

      Grüße
      Micha

  2. Ich finde es ja schon krass, wie viele Webdesigner heute noch Preise im Stile von “Startseite + 5 Unter-Seiten, 1 Kontakformular + Lageplan + Referenzen/Bildergalerie” machen.

    Fast so als ob sie einen Lageplan programmieren müssten und dafür Unmengen an Zeit bräuchten. Oder als ob sie für das reinkopieren von 2 Texten vier Stunden mehr bräuchten, als wenn es nur einmal Kopieren ist…

    Webdesign ist eben immer noch eine Branche, wo viele Kunden keinen Schimmer haben :-/

    Übrigens: Wer ist Anna Bella?

    • Hallo Anna,

      danke für deinen Kommentar. Ich denke es wird in der Branche viel Unsinn getrieben. Die Branche ist für einen Leihen undurchschaubar, aber auch viele Webdesigner nehmen entweder zu hohe Preise, oder machen eine Website fast für Lau aber so sieht die Website eben auch nachher aus. Ich habe schon beides erlebt. Ich kenne genügend Leute, die sich eine Webseite für 500 Euro gebaut haben lassen, die nachher so schlecht aussah, dass man sie keinem Kunden zeigen konnte.

      Zu deiner letzten Frage kann ich die den Kasten “About Anna Bella” empfehlen. Ansonsten sagt sie vielleicht selber noch was dazu.

      Grüße
      Micha

      • Oh… Nach den ganzen Buttons und so, hab ich den Kasten tatsächlich übersehen ;-) Danke für den Hinweis. Ich hielt das für einen Gastartikel und hab entsprechend nach einem Link im irgendwo gesucht ;-)

        Klar, Webdesign ist gerade für Leien sehr schwierig. Denn wenn man sich nicht auskennt, hat man keine Vorstellung, wie lange etwas dauert.

        Was ich eigentlich sagen möchte ist folgendes: Egal welchen Preis ich verlange. Ob 500€ oder 2000€. Ich denke nicht, dass es eine Rolle spiel, ob man 3 Contentseiten hat oder 4.

        Ich habe das Gefühl, dass so oft noch etwas Geld rausgeholt wird. Der Kunde überlegt zum Beispiel was er braucht und stellt dann fest, dass eine Seite fehlt. Und obwohl er den Inhalt liefert, laufen 150€ mehr auf… Finde ich unfair…

        • Hallo Anna,

          ja es ist ein Gastartikel. Trotzdem hat der Autor einen Gastzugang bei mir zum Schreiben des Artikels :) .

          Du hast im übrigen vollkommen Recht. Gerade in dem Genre des Webdesign kann man nur von Glück sprechen, wenn man einen vertrauenswürdigen Partner findet, der das Thema angeht ohne einen übers Ohr zu hauen. Ist traurig, hat sich aber über Jahre etabliert.

          Grüße
          Micha

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