Artikelserie: WordPress als CMS benutzen Teil 1 – Statische Seiten

Mehr Tipps zum Thema WordPress Nutzung als CMS finden sich in dem Artikel WordPress als CMS

Nicht jeder Webmaster nutzt WordPress als klassischen Blog. WordPress ist vielseitig einsetzbar. Kann man WordPress als CMS nutzen? Seitdem WordPress die Möglichkeit bietet, statische Seiten zu verwenden, ist es auch als CMS nutzbar. Wie man WordPress sinnvoll als CMS einsetzt, möchte ich in einer Artikelserie erklären. In diesem ersten Artikel möchte ich die Funktion der statischen Seiten erklären.

Statische Seiten

Was sind statische Seiten? Anders als Artikel, die nach einer gewissen Zeit irgendwo im Blog “verschwinden”, bleiben Seiten immer direkt ansprechbar. Seiten lassen sich bequem den selbst erstellten Menüs zuordnen.

Im Admin Dashboard findet man unter dem Menüpunkt “Seiten” eine Auswahl. Hier lassen sich neue Seiten erstellen und alle Seiten anschauen. Mit einem Klick auf “Seite erstellen” lässt sich eine neue Seite öffnen.

Unterschied von Artikel und Seiten

Der Unterschied von einem Blog zum CMS ist eigentlich nur marginal. Aber Seiten spielen eine wichtige Rolle dabei. Bei einem klassischen Blog spielen Artikel, die vielleicht vor mehreren Monaten oder sogar Jahren erstellt wurden, kaum noch eine Rolle. Bei einem Blog spielt Aktualität eine große Rolle.

Bei einem CMS ist das anders. Ein CMS oder Content Management System stellt eine Möglichkeit dar Content, also den Inhalt einer Website, zu sortieren und effektiv zu verwalten. Dies ist durch die einfache Erstellung von Webseiten möglich.

Ein Beispiel: Ein klassischer Fall für einen Artikel ist eine News Seite. Auf einer Newseite interessieren wirklich nur die aktuellen News. News von vor zwei Monaten sind eben keine News mehr. Eine Auflistung von Einnahmequellen für eine Website sind schon besser auf einer Seite aufgehoben. Warum? Diese Info ist auch nach mehreren Monaten noch sehr aktuell und wichtig. Hier würde man also eine Seite nutzen, um den Content darzustellen.

Natürlich lassen sich auch Artikel verlinken. Aber das ist in WordPress etwas komplizierter, als das Verlinken von Seiten. Seiten lassen sich direkt in Menüs einbinden. Artikel lassen sich bisher nur über den Permalink zur Seite einbinden. Natürlich ist das auch möglich, aber eben nicht ganz so komfortabel.

Wichtig: Es ist nicht immer einfach zu erkennen, was eher eine statische Seite ist und was eher in einen Blog gehört.

Was macht eine statische Seite aus?

Eine statische Seite gehört in jedes CMS. Eine statische Seite lässt sich aber nicht in Kategorien einteilen. Das ist auch logisch. Eine Seite ist halt nur eine Seite. Möchte man eine weitere Seite erstellen, um das Thema vielleicht zu ergänzen oder zu vertiefen, erstellt man einfach eine Unterseite. Kategorien sind hier allerdings fehl am Platz.

Weiterhin lassen sich statische Seiten in WordPress auch mit verschiedenen Templates belegen. In meinem Theme gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, eine statische Seite zu erstellen und diese dann als Kontaktformular zu deklarieren. Das wäre in einem Artikel nicht möglich.

Sortierung des Contents bei einem CMS

Wenn man WordPress als CMS nutzen möchte, muss man planen, wie man seinen Content sortiert. Der Content der Website sollte für den Leser einfach zu erkennen und zu durchschauen sein. Eine klare Struktur ist ebenso wichtig, wie aussagekräftige Titel. Wenn der Leser länger als vielleicht 20 Sekunden nach der gewünschten Information suchen muss, wird er den “Zurück” Button seines Browsers betätigen.

Hier auf websiteStartUp habe ich eine Unterteilung in mehrere Hauptkategorien vorgenommen. “Themen” ist eine Hauptkategorie. Die andere ist “Wordpress”. Diese habe ich außerhalb der anderen Themen als Kategorie gewählt, weil “Wordpress” ein sehr wichtiges Thema meiner Website darstellt.

Unterhalb der Hauptkategorie befinden sich dann jeweils Unterkategorien. Bei “Wordpress” sind das “Plugins”, “Themes” und “Anleitungen”. Diese Kategorien sind jeweils auf eine Blog Kategorie verlinkt. Wenn der Leser also auf “Anleitungen” klickt, werden ihm alle Anleitungen angezeigt, die ich für WordPress geschrieben habe.

Manche Themen, wie zum Beispiel diese Artikelserie, gehören aber in zwei Themenbereiche. Dieses Thema gehört sowohl zu “Themen -> CMS” als auch zu “Wordpress -> Anleitungen”. Das lässt sich einfach bei der Artikelerstellung unter Kategorien ergänzen.

Mehr Tipps zum Thema WordPress Nutzung als CMS finden sich in dem Artikel WordPress als CMS

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About Michael

Michael Boenigk bloggt seit Mai 2012 auf websitestartup.de über Wordpress und Online-Marketing. In der Vergangenheit erschien von ihm bereits ein Artikel im Print-Magazin Screenguide. Aktuelle News für Webmaster teilt Michael über seinTwitter Profil

Kommentare

  1. Hallo,
    ich würde hierzu gerne etwas fragen: ich möchte 50 us bundesstaaten näher vorstellen und bin mir nicht ganz im klaren, ob ich hier seiten oder beiträge verwenden soll.

    mit seiten wären die bundesstaaten klar strukturiert und auch sortierbar.

    was meint ihr ? erfahrungen aus anderen projekten ?

  2. Michael sagt:

    Hi Amerika Fan!

    Also ich nehme an du willst zu jedem Bundesstaat einen Artikel schreiben? Oder werden es mehrere Artikel zu einem Bundesstaat. Im Grunde genommen macht es nicht so einen großen Unterschied.

    Meine Idee: Mach doch für jeden Bundesstaat eine Kategorie. So kannst du mehrere Artikel für jeden Bundesstaat verfassen.

    Wenn es nur ein einmaliges Projekt werden soll, also pro Bundesstaat eine Seite und fertig, dann würde ich wohl Seiten nehmen. Das ist dann einfacher.Bei einem längeren Projekt wo ab und zu auch mal eine Information ergänzt oder hinzugefügt wird, würde ich vielleicht zu ersten Variante greifen.

    Du könntest auch eine Seite pro Staat machen, und zusätzlich noch einen Blog, wo du dann Artikel schreibst die allgemein alle Staaten betreffen.

    Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg mit deinem Projekt! Werde ab und zu mal vorbeischauen wie weit du bist.

    Grüße
    Micha

  3. vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Ziel ist einfach, so flexibel wie möglich zu bleiben. Das mit der einen Seite pro Bundesstaat finde ich prima (der Text wird wohl ziemlich statisch bleiben) und für eventuelle Unterseiten Artikel nutzen. Nur wie würde ich die beiden Dinge kombinieren ? Da fehlt mir etwas die WordPress Erfahrung dazu.

    • Michael sagt:

      Ich glaube so wie du dir das vorstellst geht das nicht. Artikel mit Seiten zu kombinieren ist nicht möglich. du kannst natürlich zu den einzelnen “Hauptseiten der Bundesstaaten” Unterseiten machen, das ginge schon. Aber ich würde da einen Blog bevorzugen. Weil es immer schön wenn auf einer Website auch immer mal was aktuelles zu lesen ist. Und Seiten haben halt immer was statisches, was sich nicht groß verändert.

      Ich würde eine Seite für jeden Bundesstaat machen. Dann würde ich in das Navigationsmenü noch einen Link zu einem Blog setzen und dort Artikel zu aktuellen Themen verfassen. Diese könnte man ja dann als Links in den Seiten zu jedem Bundesstaat einfügen. So verbindet man aktuelles mit statischem.

      Ein Beispiel: Wenn in New York der berühmte Marathon statt findet, könntest du einen Artikel dazu schreiben und diesen dann innerhalb der Seite vom Bundesstaat NewYork verlinken. Vielleicht mit Datum dabei, damit die User auch sehen das das aktuelle Info´s sind. Das hat den Vorteil das du deinen Lesern auch einen Grund bietest nochmal auf deine Seite zu kommen, auch wenn sie die Statischen Inhalte bereits kennen.

      Grüße
      Micha

  4. Martin sagt:

    Hallo Michael,
    ich hab da mal ne Frage: CMS heißt “content erstellen und verwalten”. Warum versteht jeder unter einem CMS eine Software, die nur statische Sites bearbeitet, aber nicht auch blogs? Auch bei dynamische Blogs wird doch content erstellt und verwaltet.

    Ob ich eine page erstelle und in die Navi einfüge oder einen Blog-Artikel, der in eine Kat kommt: Beides entspricht nach der üblichen Definition einem CMS. “Landläufig” ist es aber so CMS = statische Site Blog.

    Wenn z.B. meine statische Site über Traumdeutung zu einem Blog mache, dann gebrauche ich WP doch immer noch als CMS, nur etwas anders.

    Grüße,

    Martin

    • Michael sagt:

      Hi Martin,

      also ich denke das es eher daran liegt das WordPress lang Zeit eben nur als Blog einzusetzen war. Statische Seiten gab es damals noch nicht. Man konnte lediglich Artikel veröffentlichen. Inzwischen ist WordPress aber mehr, wie du selber festgestellt hast. Es lassen sich auch “normale” Webseiten damit erstellen und verwalten. Also ein CMS wie du schon richtig sagst. Damals war das aber eben anders. Ein CMS kann einfach deutlich mehr als eine einfaches Blog Script. Man würde schließlich auch nicht ein Gästebuch Script als CMS bezeichnen, obwohl man damit auch “Content managed” :-)

  5. Martin sagt:

    Hallo Michael,
    danke für die Antwort.
    Die Fähigkeit von WP als CMS stelle ich nicht in Abrede (manche tun das). Mir ist nur nicht klar, warum die übliche Definition eines CMS bzw. “content managen” nicht auch blogs umfasst. Meines Erachtens arbeitet WP da ebenfalls als CMS (Artikel erstellen, kategorisieren, veröffentlichen, Benutzerrechte usw.).

    Die blogs ausschließende Definition eines CMS finde ich genau genommen nicht korrekt, auch wenn die historische Entwicklung es verständlicher macht. Umso erstaunlicher, dass alle konsequent daran festhalten:
    CMS = statische Sites – und keine blogs.

    Aber ist ja nicht so wichtig…

    Grüße,

    Martin

    • Michael sagt:

      Jo magst du Recht haben. Keine Ahnung wieso das so ist. Aber ich glaube es liegt wirklich an der Entwicklung von WordPress. Aber wie auch immer, heute ist WordPress ein CMS welches mit vielen anderen CMS durchaus mithalten kann.

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